Gewinnung von Baustoffen

Durch die Anwendung weiterer Aufbereitungsschritte (z.B. Flotation, Mahlung, chemische und biologische Laugung, Entwässerung und Trocknung) sollen mineralische Abfallfraktionen des Projekts REWITA so konditioniert werden, dass sie größtenteils in Baustoffe bzw. Baustoffkomponenten überführt werden können. Eine Abtrennung eines erheblichen Anteils des verbliebenen Baryts und v.a. der Sulfide durch weitere Flotation und Laugung scheint ersten Vortests zufolge möglich.

Verwertung in der Zementindustrie und im Deponiedichtungsbau

Mit dem Einsatz in der Zementindustrie und im Deponiedichtungsbau sollen zwei konkrete Einsatzmöglichkeiten überprüft und umfassend bewertet werden. Sofern sich im Rahmen des Projektes andere Einsatzmöglichkeiten herauskristallisieren, werden diese entsprechend mit betrachtet. Hierzu zählt insbesondere die Verwertung des Materials im Damm- und Deichbau für den Hochwasserschutz. Zur Prüfung des Einsatzes der erzeugten Produkte gehören baustoffliche Eignungs- und Anwendungsuntersuchungen, die zum einen als Grundlage für den industrieweiten Einsatz sowie zur Schaffung von Referenzkenngrößen für vergleichbare Vorhaben dienen. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen sollen wesentliche Eignungsparameter (Scherfestigkeiten, Verdichtbarkeit, Durchlässigkeit, Verarbeitbarkeit etc.) identifiziert werden, die im Rahmen einer Klassifizierung die Grundlage für Zertifizierung und standardisierte Verwendung entsprechender mineralischer Aufbereitungsrückstände in den betrachteten Anwendungsgebieten schaffen.

Rückbau des Bergeteiches

Auf dieser Basis und unter Einbeziehung der Ergebnisse aus dem REWITA-Projekt soll eine Planung eines kompletten Rückbaus des Bergeteichs, einer kompletten, integrierten Aufbereitungsroute einschließlich der Sulfid- und Barytgewinnung und Behandlung unter geotechnischen, logistischen, ökonomischen, ökologischen und rechtlichen Aspekten erfolgen.

Digitalisierung

Die Ansätze zur Digitalisierung aus dem REWITA-Projekt sind so weiterzuentwickeln, dass die gesamte Prozesssteuerung des nun größeren Ansatzes abbildbar ist. Ebenso sind die Geschäftsmodelle im Hinblick auf Investitionsentscheidungen und die nun notwendigen Maßnahmen zur Akzeptanzabsicherung für die Umsetzung zu entwickeln.

Leitfaden zum Umgang mit weiteren Bergeteichen

Im Hinblick auf die Übertragbarkeit auf andere Problemfälle ähnlicher Art soll ein Leitfaden zur Charakterisierung und zu Empfehlungen im Umgang mit entsprechenden Bergeteichen und den in ihnen enthaltenen Materialien unter Einbeziehungen der Ergebnisse aus dem Projekt REWITA (Förderlinie r4) und aufsetzend auf den Erfahrungen mit der Leitfadenerstellung im ebenfalls vom BMBF geförderten und am IFAD mit durchgeführten Projekt TÖNSLM der Förderlinie r³ (Förderkennzeichen O33R090B) erarbeitet werden.

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